Künstliche Intelligenz im Aufsichtsrat: Überwachen, was man verstehen muss

Ein aktueller Beitrag der Schmalenbach-Gesellschaft (Arbeitskreis Externe und Interne Überwachung der Unternehmung (AKEIÜ) zeigt: Aufsichtsräte stehen beim Thema KI vor einer doppelten Aufgabe. Sie müssen die KI-Transformation ihres Unternehmens überwachen und können KI zugleich selbst als Werkzeug nutzen. Doch in der Praxis fehlen dafür oft die Voraussetzungen.

Der Arbeitskreis Externe und Interne Überwachung der Unternehmung (AKEIÜ) der Schmalenbach-Gesellschaft hat in seinem Beitrag „AI@AR“ (2026) untersucht, welche Anforderungen Künstliche Intelligenz an die Aufsichtsratsarbeit stellt. Das Ergebnis ist eindeutig: KI ist keine inkrementelle Verbesserung bestehender IT-Systeme, sondern eine Basisinnovation vergleichbar mit der Elektrifizierung oder dem Internet. Die Wettbewerbsfähigkeit von Geschäftsmodellen hängt zunehmend davon ab, wie konsequent Unternehmen KI implementieren. Und der Aufsichtsrat muss in der Lage sein, diese Entwicklung zu bewerten und zu steuern.

Warum der Aufsichtsrat jetzt handeln muss

Die Schmalenbach-Untersuchung benennt die zentralen Herausforderungen klar: Aufsichtsratsmitglieder bringen langjährige Unternehmens- und Branchenerfahrung mit. Beim Thema KI ist das Kompetenzniveau jedoch naturgemäß sehr unterschiedlich. Eine Transformation dieses Ausmaßes hat noch niemand in einer Aufsichtsrolle begleitet.

Besonders problematisch: Die Informationsasymmetrie zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wächst. Der AKEIÜ warnt, dass der Wissensvorsprung des Vorstands strukturell zunimmt, wenn dieser auf KI-Systeme zurückgreifen kann, der Aufsichtsrat aber nicht. Das untergräbt die Überwachungsfunktion im Kern. Hinzu kommt, dass vertrauliche Unterlagen nicht in öffentliche KI-Systeme eingespeist werden dürfen. Doch Unternehmen stellen ihren Aufsichtsräten selten eine geschützte Alternative bereit.

Drei Bausteine für einen handlungsfähigen Aufsichtsrat

Technologieverständnis aufbauen: Auch die Schmalenbach-Gesellschaft betont, dass KI-Know-how künftig zum Anforderungsprofil des Aufsichtsrats gehören wird. Aufsichtsräte müssen KI nicht programmieren, aber verstehen, was sie kann und wo ihre Grenzen liegen. Von Kleingruppenseminaren unter Peers bis zu vertraulichen Individualtrainings bietet das AI Transformation Institute Formate, die auf Erfahrungsniveau, Branche und Mandate zugeschnitten sind: praxisnah, diskret und auf Augenhöhe.

KI-Strategie bewerten: Der Aufsichtsrat muss beurteilen können, ob die KI-Strategie des Vorstands zur Gesamtstrategie passt und ob Risiken angemessen gesteuert werden. Gemeinsam mit H&Z unterstützen wir Aufsichtsräte dabei, die richtigen Fragen zu stellen und die Antworten einzuordnen.

Sicheren Technologiezugang nutzen: Der AKEIÜ empfiehlt, dass Unternehmen ihren Aufsichtsräten Zugang zu einer unternehmensinternen KI geben, die technische und rechtliche Anforderungen erfüllt. Auf Basis der Langdock-Plattform ermöglichen wir genau das: geschützten, DSGVO-konformen KI-Zugang, ergänzt um spezialisierte Tools und Agenten für die Aufsichtsratsarbeit. So wird aus Informationsasymmetrie ein Dialog auf Augenhöhe.

KI-Kompetenz für den Aufsichtsrat: Jetzt starten

Die Schmalenbach-Untersuchung macht deutlich: Die Rolle des Aufsichtsrats verändert sich durch Künstliche Intelligenz grundlegend. Wer heute in KI-Kompetenz investiert, sichert nicht nur die eigene Handlungsfähigkeit als Aufsichtsrat, sondern stärkt die Governance des gesamten Unternehmens. Das AI Transformation Institute begleitet Aufsichtsräte auf diesem Weg.

Weitere News

Die EU diskutiert mit dem Vorschlag zum „Digitalen Omnibus“ (19.11.2025, COM(2025) 836 final) aktuell eine

Das DLG-Magazin gilt als eines der führenden Leitmedien für Management und Trends in der Agrar-

Vom Hype zum EBIT: Wie Sie KI-Investitionen jetzt in messbare Ergebnisse verwandeln. Ein Reality-Check für

Teilen